Ratgeber für Vermieter
OHA: Die Wohnkostenpauschale amerikanischer Mieter verstehen
Frank Neumann, Immobilienmakler mit Erlaubnis nach § 34c GewO · Immobilien4you · Stand: 15.09.2026
Der wichtigste Unterschied zwischen einem amerikanischen und einem zivilen
Mieter steht nicht im Mietvertrag, sondern auf der Gehaltsabrechnung: US-Militärangehörige
im Ausland erhalten eine Overseas Housing Allowance (OHA) — eine monatliche
Wohnkostenpauschale, die für Miete und Nebenkosten bestimmt ist.
Wie die OHA funktioniert
Die Höhe richtet sich nach Dienstgrad, Familienstand und Standort. Sie deckt die
tatsächliche Miete bis zu einer Obergrenze — wer günstiger wohnt, bekommt entsprechend
weniger ausgezahlt, wer darüber liegt, zahlt den Rest selbst. In der Praxis heißt das:
Die Miete hängt an einer festen Zulage des Dienstherrn, nicht am Familieneinkommen.
Was das für Ihre Miete bedeutet
Erstens: Zahlungsausfälle sind seltener, weil das Geld zweckgebunden fließt. Zweitens:
Die OHA-Sätze setzen einen realistischen Rahmen für die Miethöhe. Eine Miete oberhalb der
üblichen Sätze schränkt den Kreis möglicher Mieter stark ein; eine Miete deutlich darunter
verschenkt Ertrag. Wir ordnen die erzielbare Miete anhand vergleichbarer Abschlüsse und der
aktuellen Sätze ein — schriftlich und begründet.
Ehrliche Grenzen
Die OHA ist keine Mietgarantie. Sie endet mit der Versetzung, und sie ersetzt keine
saubere Mieterauswahl. Deshalb gehören zur US-Vermietung immer beides: die Bestätigung der
Dienststelle und ein ordentlicher Vertrag mit Übergabeprotokoll.
Lassen Sie Ihre Miete kostenlos einordnen —
wir sagen Ihnen, was realistisch ist.